13.11.06
22.11.2006: Tag der Akupunktur
Telefonhotline für Interessierte
Am 22. November 2006 findet zum vierten Mal der bundesweite „Tag der Akupunktur“ statt. Dieser Tag bietet Interessierten Gelegenheit, sich über Anwendungsgebiete und Behandlungsmöglichkeiten der Akupunktur zu informieren. Auch die Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Johanniter-Krankenhaus Radevormwald unterstützt die Aktion mit einer telefonischen Sprechstunde. Unter der Telefonnummer 02195/600-230 beantwortet Chefarzt Christian Kuhlmann am 22. November von 12 bis 14 Uhr Fragen rund um das Thema Akupunktur.
Allergien, Rückenschmerzen, Migräne, Depressionen oder andere chronische Erkrankungen – immer mehr Menschen setzen ergänzend zur Schulmedizin auf die Traditionelle Chinesische Medizin. Seit sich die Akupunktur in den 50’er Jahren als eine der Behandlungssäulen der TCM in Deutschland etablierte, erfreut sich die fernöstliche Heilmethode zunehmender Popularität. Inzwischen praktizieren bundesweit über 2.000 ärztliche Akupunkteure mit Diplomabschluss.
Ursprünglich wurde die Akupunktur im Westen in erster Linie bei funktionellen und psychosomatischen Störungen eingesetzt erläutert. Inzwischen wird die fernöstliche Heilkunst jedoch auch zunehmend zur Behandlung so genannter „organischer“ Krankheiten genutzt.Akupunktur wird beispielsweise bei Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates, aber auch bei neurologischen Erkrankungen, wie z.B. Schlafstörungen, Depressionen, Folgen eines Schlaganfalls oder Polyneuropathie sehr erfolgreich eingesetzt. Auch im Bereich unterschiedlicher Magen-Darm-Erkrankungen, in der Immunologie, bei Allergien, Ekzemen und Neurodermitis vertrauen immer mehr Menschen der heilenden Wirkung der kleinen Nadeln. Neben den guten Behandlungserfolgen schätzen die Patienten vor allem einen Vorteil der fernöstlichen Heilkunst: Sie ist nahezu nebenwirkungsfrei.
Die Ursprünge der Akupunktur gehen bis mindestens ins Jahr 1000 v. Chr. zurück, als mit Steinnadeln Schmerzen gelindert und Abszesse entlastet wurden. Die Beobachtung, dass empfindsame Hautpunkte über Körperlinien miteinander in Verbindung stehen und über diese Punkte Beschwerden beeinflusst werden können, führte zur Lehre von den Energieleitbahnen, den Meridianen mit ihren 361 Akupunkturpunkten. Im Laufe der Jahrhunderte schrieben chinesische Ärzte viele grundlegende Abhandlungen über Akupunktur- und Kräutertherapie. Die Methoden wurden bis zur heutigen Qualität verfeinert. Während einer Akupunkturbehandlung werden feine, 0,2 bis 0,3 mm dünne Nadeln an ausgewählten Punkten eingebracht und 20 bis 30 Minuten belassen. In der Regel benötigt man 10 bis 15 Behandlungen, behandelt wird dabei ein bis dreimal pro Woche.
Für alle Interessierten bietet die TCM-Abteilung des Johanniter-Krankenhauses Radevormwald am 21.11.2006 in der Zeit von 12-14 Uhr eine telefonische Sprechstunde an. Unter der Rufnummer 02195 / 600-230 beantwortet Chefarzt Christian Kuhlmann gern Fragen rund um das Thema Akupunktur.
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