30.05.06
Kleine Nadeln, große Wirkung – auch beim Nikotinentzug
Weltnichtrauchertag 2006: „Tabak: Tödlich in jeder Form“
Nie wieder eine Zigarette – obwohl 90 Prozent der rund 16 Millionen Raucher in Deutschland aufhören wollen, schaffen es nur wenige, sich von ihrer Sucht dauerhaft zu lösen. Denn das ist nicht einfach, Rückfälle sind häufig. Viele Raucher benötigen deshalb professionelle Unterstüt-zung, um mit dem Qualmen aufhören zu können. Helfen kann hier die Traditionelle Chinesische Medizin. So wird die Nikotinsucht am Radevormwalder TCM-Zentrum beispielsweise sehr wirk-sam durch Akupunktur behandelt. Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31.05.2006 können sich Betroffene jetzt unter der Servicenummer 02195 / 600 230 über Behandlungsmöglichkeiten informieren.
Nicht ohne Grund lautet das Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertages „Tabak: Tödlich in jeder Form“. Denn täglich sterben in Deutschland rund 380 Menschen an den Auswirkungen des Rauchens. Und obwohl die Zahl der Raucher laut aktuellem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung von 29,8 Prozent (2005) auf 28,7 Prozent (2006) zurückging, führt Zigarettenrauchen bei uns jährlich zu mehr Todesfällen als durch Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. „Aufhören lohnt sich immer“, macht deshalb Christian Kuhlmann, TCM-Chefarzt am Rade-vormwalder Johanniter-Krankenhaus, deutlich. „Denn auch im hohen Alter und nach jahrzehntelanger Raucherlaufbahn lässt sich das Risiko für die schlimmsten Raucherkrankheiten senken“, fügt er hinzu.
Doch nicht nur ältere Raucher, die dem blauen Dunst entsagen möchten, finden am Radevormwalder TCM-Zentrum wirksame Hilfe. Denn Chefarzt Christian Kuhlmann und sein Team behandeln seit fast zehn Jahren verschiedenste Krankheitsbilder nach den Heilmethoden der über 2000 Jahre alten Tradi-tionellen Chinesischen Medizin. „Auf dem Weg zu einem rauchfreien Leben kann Akupunktur sehr wirk-sam sein“, verdeutlicht der TCM-Experte. „Denn sie vermindert beim Raucher die Gier nach der Ziga-rette und mildert die Entzugserscheinungen.“ Dabei werden die Akupunkturnadeln in die sogenannten "Suchtpunkte" gestochen. Sie liegen am Ohr und sind auch Bestandteil der Körperakupunktur. Das Signal geht dann weiter an das Rückenmark und von dort an das Gehirn. „Der Wunsch zu rauchen“, so Kuhlmann, „wird so gemildert.“
Oft reichen schon wenige Sitzungen, um das Verlangen nach der Zigarette zu unterdrücken. Unange-nehme Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit oder Aggressivität träten bei dieser Methode deutlich seltener auf. Ohne das konsequente Mitwirken der Betroffenen geht es allerdings nicht, der unbedingte Wille zum Aufhören ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg der Therapie. Ist der vorhanden, sind die Erfolgsaussichten nicht schlecht. Kuhlmann: „Etwa die Hälfte der Behandelten schaffen es, sich mit Hilfe gezielter Nadelstiche das Rauchen dauerhaft abzugewöhnen.“
Unter der Servicenummer 02195 / 600 230 können sich Betroffene jetzt am Radevormwalder TCM-Zentrum über Behandlungsmöglichkeiten der Nikotinsucht durch Akupunktur informieren.
Hintergrund Johanniter-Krankenhaus Radevormwald: Das Krankenhaus im Oberbergischen Radevormwald existiert bereits seit über 100 Jahren und wurde 1955 in die Trägerschaft des Johanniterordens übernommen. Die am südwestlichen Rand der Innen-stadt erbaute Klinik ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung und betreut jährlich rund 4.500 statio-näre Patienten. Neben den Abteilungen für Chirurgie, Anästhesie und Innere Medizin beherbergt das Johanniter-Krankenhaus die fachlichen Spezialabteilungen Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESA) und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Darüber hinaus bietet die Klinik zur Rehabilitation und als vorbeugende Maßnahmen auch physikalische Therapien und Krankengymnastik an. Eine interdiszipli-näre Intensivstation mit sechs Betten sowie Labor, EKG, Lungenfunktion, Ultraschall und die Röntgen-abteilung ergänzen das Leistungsspektrum des Hauses.
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