TCM - Traditionelle Chinesische Medizin - Die  TCM-Abteilung der Johanniter in Radevormwald
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23.06.06
Gegen Reisekrankheit ist ein Kraut gewachsen

TCM hilft, wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät

Die Ferienzeit steht kurz bevor und die meisten Menschen sehnen den wohlverdienten Urlaub schon herbei. Doch an die Anreise zum Ferienort denken viele nur ungern. Der Grund: Sie leiden unter der so genannten Reisekrankheit. Doch die Betroffenen müssen sich damit nicht abfinden, denn gegen die Reise bedingten Beschwerden gibt es wirksame Mittel. Der Chefarzt für Traditio-nelle Chinesische Medizin (TCM) am Johanniter-Krankenhaus Radevormwald, Christian Kuhl-mann, gibt deshalb zum Ferienstart Tipps, wie die Übelkeit unterwegs gestoppt werden kann – und zwar ganz ohne Nebenwirkungen.

Zwei von drei Erwachsenen kennen das: Kaum hat die Reise auf dem Schiff, im Flugzeug oder Auto begonnen, überfällt sie eine quälende Übelkeit, häufig begleitet von Kopfschmerzen, Schweißausbrü-chen, Schwindel und Müdigkeit. Im Volksmund werden diese Symptome unter dem Begriffen Reise-krankheit oder Reiseübelkeit zusammengefasst, Mediziner nennen diese Befindlichkeitsstörung Kineto-se. „Die Reiseübelkeit ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne“, weiß Christian Kuhlmann, „sondern eine normale Reaktion des Körpers auf äußere, ungewohnte Reize.“ Denn durch ungewohnte Bewe-gungen wie kurvenreiches Auto- oder Busfahren, Luftturbulenzen im Flugzeug sowie durch Wellengang auf See wirken verschiedene Reize auf das Gleichgewichtssystem im Innenohr ein. „Wenn man die Ursachen dieser Bewegungen nicht ständig mit den Augen verfolgt, kann das Gehirn diese Reize im Innenohr nicht zuordnen und registriert sie als Fehlermeldung. Das Ergebnis sind Übelkeit und Erbre-chen“, so der TCM-Experte weiter.

Doch gegen die unangenehmen Beschwerden ist ein Kraut gewachsen: Ingwer, das in Asien bereits seit Jahrtausenden für seine beruhigende Wirkung auf Magen und Darm bekannt ist. „Der Vorteil von Ingwer gegenüber anderen Medikamenten gegen Reisekrankheit ist, dass er nicht müde macht“, erläu-tert Chefarzt Christian Kuhlmann. „Denn Ingwer wirkt direkt auf das Verdauungssystem und nicht auf das zentrale Nervensystem.“

Aber auch andere Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin können die Reise bedingten Beschwerden lindern. Christian Kuhlmann: „So hilft vielen Betroffenen beispielsweise eine Dauerakupunktur am Ohr, die nach drei bis zehn Tagen vom Patienten selbst entfernt werden kann.“ Dabei werden Punkte am Ohr stimuliert, die eine regulierende Wirkung auf den Magen sowie das ve-getative Nervensystem haben. Doch auch im akuten Stadium lässt sich die Reisekrankheit mit Mitteln der TCM gut in den Griff bekommen. Beispielsweise durch gezielte Akupressur des inneren Unterarms. „Ein starker Druck zwischen die beiden tastbaren Beugesehnen der Finger, etwa drei Fingerbreiten oberhalb der Beugefalte des Handgelenks, kann schnell Erleichterung bringen“, weiß Chefarzt Christian Kuhlmann. Wichtig: Die Punkte sollten sowohl am rechten als auch am linken Arm jeweils für ein bis zwei Minuten kräftig und kontinuierlich mit dem Zeigefinger massiert, die Anwendung im Abstand von 15 bis 30 Minuten wiederholt werden.

Unter der Servicenummer 02195 / 600 230 können sich Betroffene jetzt am Radevormwalder TCM-Zentrum über Behandlungsmöglichkeiten der Reisekrankheit informieren.

Hintergrund Johanniter-Krankenhaus Radevormwald:
Das Krankenhaus im Oberbergischen Radevormwald existiert bereits seit über 100 Jahren und wurde 1955 in die Trägerschaft des Johanniterordens übernommen. Die am südwestlichen Rand der Innen-stadt erbaute Klinik ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung und betreut jährlich rund 4.500 statio-näre Patienten. Neben den Abteilungen für Chirurgie, Anästhesie und Innere Medizin beherbergt das Johanniter-Krankenhaus die fachlichen Spezialabteilungen Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESA) und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Darüber hinaus bietet die Klinik zur Rehabilitation und als vorbeugende Maßnahmen auch physikalische Therapien und Krankengymnastik an. Eine interdiszipli-näre Intensivstation mit sechs Betten sowie Labor, EKG, Lungenfunktion, Ultraschall und die Röntgen-abteilung ergänzen das Leistungsspektrum des Hauses.








 
 
     
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