31.08.06
Volkskrankheit Kopfschmerzen
Johanniter-Kompetenznetzwerk informiert über Diagnose und Therapie
Jeder zweite Deutsche kennt ihn, den unerträglichen Schmerz unter der Schädeldecke; rund 20 Prozent der Bevölkerung leiden sogar regelmäßig unter Kopfschmerzen und Migräne. Anlässlich des Deutschen Kopfschmerztages informiert das Johanniter-Kompetenznetzwerk am 5. September ab 19 Uhr in den Räumen der BKK Barmag Steinmüller an der Leverkuser Str. 65 über Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten dieser Volkskrankheit. Aus organisatorischen Gründen sollten sich Interessierte unter der zentralen Netzwerknummer 02195/600 123 anmelden.
Es bohrt, es sticht oder hämmert – fast jeder kennt das schmerzhafte Gefühl, wenn der Kopf verrückt spielt. Doch Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz: „Grundsätzlich unterscheidet man primäre und sekundäre Kopfschmerzen“, erläutert Neurologe und Psychotherapeut Dr. med. Livingstone Dotse. Der Remscheider Experte, der am 5. September über Diagnose und schulmedizinische Therapieverfahren informieren wird, weiß: „Kopfschmerzen begleiten häufig andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Erkältungen oder Bluthochdruck. Hier spricht man von sekundären Kopfschmerzen, die durch die Behandlung der Grunderkrankungen in der Regel verschwinden. Sind Kopfschmerzen jedoch selbst die Erkrankung, spricht man hingegen von den primären Kopfschmerzen.“
Auf die richtige Diagnose kommt es an
Kopfschmerzen haben unterschiedliche Formen, Stärken und Ursachen. Jede Art von Kopfweh zeichnet sich jedoch durch typische Symptome aus. Diese muss der Arzt kennen, um die einzelnen Kopfschmerzarten voneinander abzugrenzen. Denn die richtige Diagnose und der entsprechende Behandlungsansatz entscheiden über den Therapieerfolg.
Wichtig ist: Der regelmäßige Griff zu Schmerztabletten ist langfristig nur wenig empfehlenswert. Am sichersten bleibt für alle Betroffenen der Gang zum Arzt. Denn nur ein ausführliches Gespräch mit einem Fachmann führt zur richtigen Diagnose, anhand derer auch wirksame therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden können. „Neben schulmedizinischen Methoden können dabei auch alternative Therapien – etwa die Traditionelle Chinesische Medizin – helfen, Kopfschmerz zu beseitigen oder zu lindern.“, verdeutlicht Christian Kuhlmann. Der Chefarzt der Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Johanniter-Krankenhaus Radevormwald wird im Rahmen des Informationsabends alternative Behandlungsmöglichkeiten vorstellen.
Denn viele Betroffene greifen im akuten Stadium regelmäßig zu Schmerzmitteln, was aber nicht immer sein muss. Christian Kuhlmann: „Kopfschmerzerkrankungen lassen sich sehr gut mit Akupunktur behandeln.“ Studien zeigen: bei 60 bis 75 Prozent der Kopfschmerzpatienten helfen die gezielten Nadelstiche – und zwar nahezu nebenwirkungsfrei.
Der Informationsabend am 05. September ist Teil einer Reihe medizinischer Fachvorträge des Johanniter-Kompetenznetzwerkes. Unterstützt wird die Initiative durch die BKK Barmag-Steinmüller sowie niedergelassene Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen.
Weitere Informationen: Johanniter Einrichtungen Radevormwald Herr Peter Steffens Geschäftsführer und Sprecher Siepenstrasse 33 D-42477 Radevormwald Tel.: 02195 – 600 – 110 Fax: 02195 – 600 – 155 peter.steffens@johanniter-einrichtungen.de www.johanniter.de
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