TCM - Traditionelle Chinesische Medizin - Die  TCM-Abteilung der Johanniter in Radevormwald
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Schröpfen



Die Schröpftherapie blickt auf eine lange Geschichte zurück, denn nicht nur die Chinesen, auch andere Naturvölker verwendeten das Schröpfen schon vor langer Zeit.

Bei der Schröpfbehandlung werden aus Glas gefertigte Kugeln, in denen man zuvor einen Unterdruck durch eine Flamme erzeugt hat, auf die Haut aufgebracht. Durch diesen Unterdruck wird die Haut, sowie das darunter liegende subkutane- und Muskelgewebe in die Schröpfkugel hineingezogen. Sinn und Zweck dieser Maßnahme ist es, die Qi- und Blutzirkulation, die durch eine Blockade (Stagnation) des Blutes oder der Lebensenergie (Qi) gestört ist, wieder zu mobilisieren.

Bei Hauterkrankungen oder bei so genannten Hitzesyndromen findet die Schröpftherapie ihre Anwendung in Kombination mit einem minimalen Aderlass. Dabei wird die Haut in dem Bereich wo später die Kugel aufgesetzt wird mit einer Dreiecknadel (Lanzette) oder mit einem so genannten Pflaumenblütennadelhammer, an dessen Kopf sich kleine Nadeln befinden, perforiert, so dass sich durch den Sog später Blut in der Kugel befindet. Hierdurch wird das Gewebe, da wo es zu einem Blutstau gekommen ist, entlastet. Auf diese Weise kann man zum Beispiel auch Sportverletzungen, insbesondere Prellungen und Verstauchungen, gut therapieren.

Eine sehr effektive Methode ist auch die Schröpfmassage, wobei insbesondere an den so genannten Zustimmungspunkten, die sich links und rechts der Wirbelsäule befinden, Blockaden der inneren Organe gelöst werden können.

Häufig wird die Schröpftherapie mit einer Akupunkturbehandlung kombiniert. Man setzt dabei die Schröpfkugel über die Akupunkturnadel, die man zuvor in die Haut eingebracht hat. Durch den starken Sog, der in der Kugel entsteht, wird stagniertes Blut in die oberen Gewebsschichten gezogen, so dass sich dort ein rötlich-lila kreisförmiger Bluterguss bildet, der aber erwünscht ist und nach einigen Tagen wieder abklingt.



 
 
     
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